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Brandschutzschalter (AFDD): Wann ist er sinnvoll?

Posted on 9 Aug. um 4:33 pm Uhr

Ein Fehlerstromschutzschalter schützt Menschen. Ein Leitungsschutzschalter schützt die Leitung vor Überlast. Gegen eine dritte Gefahr helfen beide nicht: den Störlichtbogen.

Was ein Störlichtbogen ist

An gequetschten Kabeln, gelockerten Klemmen oder beschädigten Isolierungen kann ein Lichtbogen entstehen. Er erzeugt punktuell hohe Temperaturen – oft ohne dass ein Schutzschalter auslöst, weil weder Überlast noch Fehlerstrom vorliegen. Genau daraus entstehen viele Kabelbrände.

Ein AFDD (Arc Fault Detection Device), auf Deutsch Brandschutzschalter, erkennt die typischen Signaturen eines Lichtbogens und trennt den Stromkreis.

Wo er vorgeschrieben ist

Die DIN VDE 0100-420 empfiehlt beziehungsweise fordert AFDDs für bestimmte Bereiche mit erhöhtem Risiko – dazu zählen unter anderem Schlafräume, Räume aus brennbaren Baustoffen wie Holzhäuser, sowie Räume mit unersetzlichen Gütern. Die konkrete Auslegung hängt vom Gebäude ab.

Wo er freiwillig sinnvoll ist

  • Kinderzimmer und Schlafzimmer – hier bemerkt niemand einen Schwelbrand rechtzeitig
  • Dachgeschosse mit Holzausbau
  • Räume mit vielen Verlängerungen und Mehrfachsteckdosen
  • Altbauten, in denen alte Leitungen weitergenutzt werden

Was Sie wissen sollten

AFDDs sind deutlich teurer als normale Leitungsschutzschalter und brauchen Platz im Verteiler – bei einer Nachrüstung ist das oft der begrenzende Faktor. Sie lösen außerdem gelegentlich aus, wenn Geräte starke Störsignale erzeugen; moderne Geräte sind hier aber deutlich besser geworden.

Bei einer Erneuerung des Zählerschranks oder der Unterverteilung lässt sich der Platz gleich mit einplanen. Wir beraten Sie dazu, wo es sich lohnt – und wo das Geld an anderer Stelle besser aufgehoben ist.

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