Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif ohne Speicher?
Die kurze Antwort: manchmal, aber seltener als gedacht. Die längere Antwort hängt davon ab, wie viel Strom Sie verbrauchen und wie flexibel dieser Verbrauch ist.
Woran es hängt
Ein dynamischer Tarif spart nur dann Geld, wenn Sie Verbrauch in günstige Stunden verschieben können. Ohne Speicher heißt das: Sie müssen Geräte laufen lassen, wenn der Strom billig ist – nicht, wenn es Ihnen gerade passt.
Wann es sich auch ohne Speicher lohnt
- Elektroauto: Das ist der stärkste Hebel überhaupt. Ein Auto lädt nachts, wenn Strom günstig ist – dafür braucht es keinen Hausspeicher, nur eine steuerbare Wallbox.
- Wärmepumpe: Sie kann ihre Laufzeiten verschieben und das Gebäude als Wärmespeicher nutzen.
- Hoher Grundverbrauch: Je mehr Kilowattstunden, desto stärker wirkt jeder Cent Unterschied.
Wann es sich nicht lohnt
- Zwei-Personen-Haushalt ohne E-Auto und Wärmepumpe: Bei etwa 2.500 kWh im Jahr steht der mögliche Gewinn in keinem Verhältnis zu Grundgebühr und Zählerkosten.
- Verbrauch fast nur abends: Genau dann ist Strom oft am teuersten.
- Sie wollen nichts automatisieren: Wer den Verbrauch von Hand verschieben müsste, hält das erfahrungsgemäß wenige Wochen durch.
Die Kostenseite nicht vergessen
Zu einem dynamischen Tarif gehört ein intelligentes Messsystem. Dafür fällt eine jährliche Gebühr an, dazu die monatliche Grundgebühr des Tarifs. Diese Fixkosten müssen erst einmal wieder hereingeholt werden – bei kleinem Verbrauch dauert das lange oder klappt gar nicht.
Unser Vorgehen
Wir schauen uns Ihren tatsächlichen Jahresverbrauch an und rechnen durch, was ein dynamischer Tarif in Ihrem Fall gebracht hätte. Wenn dabei herauskommt, dass sich der Wechsel nicht lohnt, sagen wir Ihnen das.
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